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Archiv der Kategorie Telepathie

-Wussten Sie schon …

 Tier-Zentrum Dillingen informiert -Wussten Sie schon …

Wir bieten Ihnen hier eine Möglichkeit, zu unseren Informationen mit den Themen Hund und Katz Ihre Erfahrungen niederzuschreiben. Unsere Beiträge beziehen sich auf unsere Tätigkeitsschwerpunkte Erziehen, Ausbilden, Pflege und Ernähren von Hunden und Katzen.

Treten Sie ein in einen Dialog mit Gleichgesinnten. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare (am Ende des Beitrages klicken Sie bitte auf “Kommentare”).

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Wussten Sie schon …. - Stubenreinheit des Welpen

Die Aufzuchtbedingungen eines Welpen sind sehr häufig ausschlaggebend für die Stubenreinheit des Hundes. Hunde, die im Stall oder in Zwingeranlagen aufgezogen wurden, sind häufig schwieriger stubenrein zu bekommen, wie Welpen, bei deren Aufzucht schon Wert auf Sauberkeit gelegt wurde.

Die ersten zwei bis drei Wochen werden Welpen von der Hundemutter nicht nur ver- sondern auch “entsorgt”. In dieser Zeit achtet eine gute Hündin darauf, dass die Welpen immer gesäubert werden und der Züchter darauf, dass das Wurflager immer sauber ist. Mit dem Beginn der ersten Krabbelbewegungen der Welpen bieten wir unseren Zwergen ein “Papier- oder Zeitungsklo” außerhalb, angrendzend an die Wurfkiste, an. Faszinierender hierbei ist, dass die Welpen dann alle zum “Entleeren” dort hin krabbeln. Auch hier wird natürlich der Züchter gefordert, Sauberkeit an erste Stelle zu setzen. Später dann, wenn die Welpen ihre ersten Ausflüge unternehmen, werden dann auch die Bedürfnisse außerhalb des Hauses erledigt und nur für alle Fälle wird weiterhin ein “Zeitungsklo” angeboten.

Bei der Welpenübergabe erklären wir den neuen Welpenbesitzern, dass sie auf keinen Fall den Hunden ein Papierklo anbieten dürfen. Vor allem in den darauf folgenden Tagen ist es wichtig, dem Zwergerl klarzumachen, dass auch hier das Haus oder die Wohnung vor Verunreinigungen zu schützen ist. Damit kein “Unglück” passiert, müssen die Halter auf folgendes grundsätzlich beachten:

  1. nach dem Schlafen,
  2. nach jedem Spiel und
  3. nach dem Fressen

muss der Welpe sofort aufgenommen und in Freie getragen werden, um sich lösen zu können. Dann aber keine halbe Stunde warten, bis sich was getan hat, sondern höchstens drei Minuten. Wird sich gelöst, den Welpen loben (aber bitte nicht überschwenglich -schließlich ist es ja etwas ganz Normales).

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Passiert dennoch einmal ein Unglück im Haus oder in der Wohnung, dann sind zwei unterschiedliche Situationen zu beachten:

  1. Sie erwischen Welpi inflagranti: dann Zeitungsrolle schnappen und um das Unglück schlagen und ihm mit “Pfui, pfui” klarmachen, dass Sie das nicht wollen. Dann Welpen schnappen und raus ins Grüne. Da kommt mit Sicherheit nichts mehr, dennoch zwei bis drei Minuten warten und wieder nach innen gehen. In der Zwischenzeit sollte die Hinterlassenschaften beseitigt werden, ohne dass der Welpe es mitbekommt.
  2. Sie finden eine Lache oder ein Häufchen vor. Dann Welpen aus dem Raum bringen und das Unglück komentarlos beseitigen.

Grundsätzliche Hilfestellungen für die Stubenreinheit eines Welpen sind in zwei unterschiedliche Situationen zu unterteilen:

  • Nachts: hier hilft am besten ein sogenannter Nachbau einer Wurfkiste. Die Kiste sollte so bemessen sein, dass sich der Welpe gut darin bewegen kann (beispielsweise 8-wöchiger Goldi: ca. 60/60 cm Abmessungen bei etwas 50 cm Höhe ). Den Welpen bereits tagsüber für kurze Zeit an die “Kiste” gewöhnen und ihm mittels Zeitungsrolle (ca. 12 bis 14 Blätter einer Tageszeitung zu einer Trompete geformt) vermitteln, dass an den Rand der Kiste nicht gesprungen werden darf. Diese Box stellen die Halter dann neben ihr Bett. Sollte Welpi dann nachts wach werden, bitte nicht sofort den Zwerg aufnehmen, sondern erst einmal beruhigen. Erst wenn er sich dann wieder meldet, aufnehmen und raus mit ihm.
  • Tagsüber: das ist die schwierigere Zeit, da Sie nur die Möglichkeite haben, ihn gut zu beobachten und in folgenden Situationen sofoft in Freie zu bringen:
    • er läft zu einer Außentür,
    • er läuft suchend im Kreis,
    • er hatte gefressen, gespielt oder geschlafen,
    • er jammert und will raus.

Ein acht Wochen alter Welpe kann den Urin nachts schon etwa sechs bis acht Stunden halten. Es ist deshalb auch zu empfehlen, die Abendmahlzeit nicht zu mächtig ausfallen zu lassen. Wenn Sie feststellen, dass Sie nachts um vier oder fünf Uhr früh mit ihm raus müssen, sollten Sie überpfrüfen, ob er abends noch viel Wasser aufnimmt.

Welche Fehler können sich einschleichen?

  • Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der Welpe gesund ist. Blasenentzündungen, vor allem häufiger bei Hündinnen, führen u.a. dazu, dass Hunde unsauber sind. So kann es passieren, dass nach ein- oder zweistündigem Spaziergang, bei dem sich nicht gelöst wurde, der Hund kurz nachdem er im Haus ist, sich dort löst. Wenn Hündinnen (und Welpenrüden, die noch nicht markieren) bei einem halbstündigen Spaziergang mehr als vier bis fünf mal urinieren, dann sollten Sie die Blase untersuchen lassen.
  • Bedenken Sie, dass auch Welpen zu den Telepathen gehören und sie ein unbändiges Bedürfnis haben, im Mittelpunkt zu stehen. Wenn Sie zum Beispiel im Beisein des Welpen seine Hinterlassenschaften beseitigen, geben Sie ihm die Möglichkeit an die Hand, Ihre Aufmerksamkeit durch Unsauberkeit auf ihn zu lenken.
  • Regelmäßiges (z.B. stündliches) Gassigehen ist kontraproduktiv, da Sie so nicht seine Blase trainieren, sondern frustriert sind, wenn dann nichts kommt.
  • Auch Schimpfen oder Verärgerung helfen nicht weiter, da unser Welpe die Sachzusammenhänge nicht begreift.
  • Die frühere Methode, den Welpen in sein “Gschäft” mit der Nase zu tunken, hat sich als nicht brauchbar bewiesen, zumal es Hunde gibt, die u.a. den eigenen und den Kot fremder Hunde fressen.
  • Verpassen Sie es (z.B. aus Zeitmangel), dem Welpen in den beiden ersten Wochen zu vermitteln, dass Ihre Räume für seine Hinterlassenschaften tabu sind, dann müssen Sie damit rechnen, dass sich die Stubenreinheit noch über Monate hinausziehen kann.

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Wussten Sie schon …. - Rudel- oder Mehrhundehaltung

Zwischen Einzel- und Mehrhundehaltung gibt es im Umgang mit den Hunden kontroverse Standpunkte. So war in einem Beitrag in der Fachzeitschrift “Der Hund” die häufig vertretene Aussage von Frau Neber, dass genau zu analysieren ist, wer der “Alphahund” ist und ihm dann entsprechende Privilegien einräumen.

Aufgrund unserer Erfahrungen kann dieses Verhalten aus mehereren Gründen zu erheblichen Problemen im Zusammenleben von Halter und Hunden führen. Hierzu eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die wir machen mussten, weil der Halter bzw. die Halterin den Hunden es ermöglichte, eine Hierarchie aufzubauen.

Zur Vorgeschichte. Die Familie hatte seinerzeit, als sie einen Weißen Schäferhundwelpen (nennen wir ihn Arras) von uns bekam, bereits einen damals vier und einen einjährigen Weißen sowie mehrere Katzen. Wir waren der Ansicht, dass wenn jemand bereit zwei Weiße hat, dass er dann auch mit dem dritten gut zurecht kommt. Nach etwa fünf Jahren wurde von den Haltern auf das Problem mit dem Nachbarn hingewiesen, der sich bereits schriftlich über das Bellen der beiden Hunde (der älteste war zwischenzeitlich verstorben) beschwerte. Obwohl vertraglich vereinbart war, dass der Rüde auszubilden ist, war weder der ältere noch unser ehemaliger Welpe auf Kommando zu steuern. Das Angebot, den Rüden auszubilden, wurde deshalb auch sofort angenommen.

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Zu Beginn der Ausbildung fiel vor allem auf, dass der damals knapp fünfjährige Rüde sehr unsicher und sehr abgemagert war. Nach zwei Tagen jedoch konnte er ohne Schleppleine laufen und auch mit anderen Hunden vertretbar umgehen. Sein Apetitt war enorm (die dreifache Tagesdosis eines normal aktiven Hundes). Nach eineinhalb Wochen führte er die meisten Kommandos wie Sitz, Platz, Hier zuverlässig aus, war gut leinenführig und in der Begegnung mit anderen Hunden unproblematisch.

Um so größer war dann die Überraschung, als er mit seinem älteren Mithund zusammen kam. Er stürzte sich auf ihn in blinder Wut! und war nicht mehr zu kontrollieren. Selbst als wir ihn am Tag drauf wieder zu den Haltern fuhren, wütete er bereits zwei hundert Meter vor dem Grundstück im Auto. Wir konnten die beiden Hunde nicht mehr zusammenbringen und mussten für Arras einen anderen Platz suchen!

Was war Hintergrund? Warum hatte Arras sich so verhalten, so als ob er den Älteren hassen würde? Die anschließenden Gespäche mit den Haltern ergaben folgenden Sachverhalt:

  • die Rüden “machten das Geschäft” unter sich aus,
  • nach dem der Älteste gestorben war, übernahm der ein Jahr ältere die Herrschaft und ordnete einmal täglich Arras unter (niederkämpfen und an die Kehle gehen),
  • der Ältere durfte zu erst fressen; Arras das was übrig blieb,
  • die Hunde wurden selten, dann aber getrennt Gassi geführt, da sie zusammen nicht zu bändigen waren,
  • der Halter selbst hielt sich im Allgemeinen aus allem heraus -es waren die Hunde der Halterin,
  • der Halter griff gelegentlich korrigierend ein,
  • keiner der Hunde erhielt eine Ausbildung,
  • die Hunde wurden im wesentlichen auf dem großen Grundstück gehalten.

Fazit: Lassen Sie niemals die Hunde eine Hierarchie oder Rangordnung aufbauen. Es ist in erster Linie Ihr Geschäft. Geben Sie es nicht aus der Hand! Hunde, die versuchen, den oder die anderen zu reglementieren, zu mobben oder gar unterzuordnen, müssen “raus”. Beim kleinsten Anzeichen von Dominanz nehme ich den Hund aus dem Rudel und lasse ihn liegend zuschauen -zum Beispiel auch beim Fressen. Das gemeinsame Fressen ist eine der besten Möglichkeiten, den Hunden mitzuteilen, wer der Herr im Hause ist. Wir fangen damit schon bei den Welpen an und auch da darf keiner Lefzen hochziehen oder knurren. Nach dem Motto: wer mobbt, fliegt raus!

Deshalb lassen Sie es nicht so weit kommen. Unter normalen Bedingungen kann das noch gut gehen. Aber muss der “Alphahund” aus dem Rudel und kommt geschwächt wieder, kann Ihnen das passieren, was bei Arras und seinem älteren Mitbewohner schief gelaufen war.

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Wussten Sie schon … wie man Hunde ansprechen sollte

Im Zusammenleben mit unseren Hunden müssen wir uns mit ihnen verständigen können. Leider sind wir Menschen nicht in der Lage, die “Sparache” der Hunde richtig zu interpretieren. Deshalb versuchen wir, unseren Liebling unsere Sprache zu vermitteln. Die Kommunikation mit unseren Vierbeinern erfolgt dann meist auf zwei Wegen: der -überlicherweise- akustischen (dem gesprochenen Wort) und der visuellen (körpersprachlichen) Information. Für Hunde sind körpersprachliche Signale leichter zu verstehen und besser aufzunehmen. Dennoch werden die meisten Kommandos dem Hund sprachlich übermittelt. Bei den Beratungen von Klienten fällt uns immer wieder auf, dass die meisten Halter ihre Hunde viel zu laut ansprechen und sich über ihre körpersprachlichen Signale nicht im Klaren sind.

Unsere Worte und Begriffe haben für unseren Vierbeiner keinerlei Inhalt oder Sinn. Was Sie ihm sagen, ist ihm eigentlich unverständlich. Versuchen Sie einmal ihren Vierbeiner, wenn er Sitz einigermaßen beherrscht, mit den sonst üblichen Bewegungen und Gesten aber einem Phantasiewort zum Sitzen zu bringen; es wird klappen! Viel wichtiger für unsere Fellnasen sind die Tonlage (hoch/tief) und -färbung (neutral bis Druck) unserer Stimme. Beachten Sie bitte, welche Glanzleistungen unsere Hunde vollbringen, wenn sie ausschließlich über unsere aktustische Signale (unser Geschwafel ) die gewünschten Aktion (Sitz, Platz, Hier …) ausführen!

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Warum ist es eigentlich besser, seinen Vierbeiner mit leiser, gesenkter Stimme anzusprechen?Hunde hören vier- bis achtmal besser als wir Menschen! Und sie hören hohe Töne (Frequenzen) auch viel besser als wir!Grundsätzlich benötigen wir erst einmal die Aufmerksamkeit unseres Hundes. Das erreichen wir am besten, in dem wir ihn mit einer hohen Stimme anspreche. Erst wenn wir seine Aufmerksamkeit haben, sollten wir Fifi auffordern, etwas zu tun. Es empfielt sich hierbei, die Stimme so neutral als möglich zu halten; also keinen Druck bereits durch das Kommando hervorrufen. Oder würden Sie gerne etwas arbeiten, wenn Ihr Chef sie schon bei der Anweisung bedroht?

Eine leise Stimme hat auch den Vorteil, dass sie schon fast neutral rüberkommt. Außerdem muss Hundi mehr auf Sie achten, denn Sie könnten ja etwas von ihm wollen. Und das Wichtigste ist, dass Sie, wenn Sie sich normalerweise leise mit Hundi unterhalten, immer noch eine kleine Reserve haben, falls mal etwas anbrennen sollte. Bedenken Sie auch, dass bei einem sehr laut gesprochenen Kommando der Hund Ihre Unsicherheit dirket erfasst. Deshalb, lautes Anbrüllen bedeutet: mein Hund hat kein Interesse an mir. Folglich habe ich etwas falsch gemacht.

In diesem Sinne: versuch’s mal mit …………… leise sprechen!

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Wussten Sie schon … Hunde sind Telpathen

Seit vielen Jahren beraten wir Hundehalter bei der Erziehung und Ausbildung ihrer Vierbeiner. Immer wieder haben wie die Erfahrung gemacht, dass bei Hunden, die durch aggressives oder ängstliches Verhalten auffielen, auch die Halter unsicher waren. Schon immer haben wir die Auswirkungen der Telepathie oder des Gedankenlesens unserer Vierbeiner in die Beratung der Hundehalter einfließen lassen. Faszinierend ist, wenn sie dann sich der Tragweite dieses Phänomens im Klaren werden: frühere Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen oder Unsicherheiten der Hunde treten urplötzlich nicht mehr in Erscheinung.

Rupert Shaldrake, ein englischer Biologe, hat sich mit der Thematik der Gedankenübertragung wissenschaftlich auseinandergesetzt und durch Studien und Test den Nachweis dieses Phänomens bei verschiedenen Tieren belegt. Shaldrake nennt es Morphische Kreise.

Wir haben hierzu viele praktische Beispiele. Auch Sie kennen sicherlich die ein oder andere Situation, bei der Sie sich fragen, was nun mit dem Hund los ist. Zum Beispiel, wenn Sie beabsichtigen, in ein paar Tage in Urlaub zu fahren und Hund schon zwei Tage vorher “durch den Wind” ist.  Kennen Sie noch andere Begebenheiten? Dann teilen Sie es uns doch einfach mit.

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Die 10 Gebote der sanften Hundeerziehung

...oder Ausbilden und Erziehen ohne Strafe

Liebe Welpeneltern, liebe Hundehalterinnen und -halter, liebe Hunde-Kollegen,
mein Name ist „Beljak“, richtiger: „House of white harmony’s Beljak“ und ich bin ein „Weißer Schweizer Schäferhundrüde“. Als ich die 10 Gebote der sanften Hundeerziehung in den PC diktierte, war ich fünf Jahre alt und zog gerade mit Sally und unseren „Hundeeltern“ Christine und Bernd einen Wurf kleiner Weißer auf.
Meine „Hundeeltern“ behaupten immer, ich wäre ein besonders wohlerzogener, ausgeglichener und lieber Begleit- und Familienhund. Das kommt aber nicht von ungefähr. Wie ich in der letzten Zeit beobachten konnte, wird schon bei der Aufzucht unseres Nachwuchses darauf geachtet, dass die Welpen -neben einer guten Sozialisierung- frühzeitig auf das Leben als Begleit- und Familienhund geprägt werden. Ich habe natürlich sehr viel dazu beigetragen und deswegen darf ich Ihnen, liebe Leser, einen kleinen Einblick in die sanften Erziehungsmethoden zum Begleit- und Familienhund gewähren. Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre viel Vergnügen und hoffe, dass sie bei der erfolgreichen Aufzucht Ihres Welpen oder der Erziehung Ihres Hundes dienlich ist.

  Ihr „House of white harmony’s Beljak“

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I. Nicht laut, nicht hart, nicht streng – nur konsequent!
Wir Hunde hören vier mal besser als ihr Menschen! Es gibt also keinen Grund, Kommandos laut zu schreien oder gar uns anzubrüllen, wie ich das schon so oft auf Hundeübungsplätzen mitbekommen habe. Meine Menschen reden mit mir leise, haben deshalb für Notfälle immer noch etwas „Stimme“ in petto. Außerdem muss ich mich mehr um sie kümmern, damit ich die Kommandos mitbekomme. Wie reden Sie mit Ihrem Liebling �oder darf ich Du sagen?
Wir Hunde reagieren sehr feinfühlig auf Stimme. Mit der Stimme drückst du auch immer gleich etwas über deine Stimmung oder Laune aus. Je lauter du bist, desto mehr vibriert deine Stimme. Desto mehr verunsicherst du mich! Sprich also bitte leise, gib die Kommandos so, als ob du dich mit deinem besten Menschenfreund unterhältst.
Meine Menschen haben mir erzählt, dass man bei der Hundeerziehung weder hart noch streng sein muss -nur

KONSEQUENT !

Konsequenz wird wohl sehr oft mit Härte oder Strenge verwechselt. Konsequenz bedeutet jedoch Dauerhaftigkeit, Beharrlichkeit, Entschlossenheit, Stetigkeit und vor allem Festhalten an Regeln. Deinen Kindern kannst du erklären, dass heute mal eine Ausnahme gemacht wird, mir leider nicht!
Mein Bruder „Banjuk“ muss sich zum Beispiel vor dem Fressen immer hinlegen, da er sehr stürmisch war. Auch wenn seine Hundeeltern in Eile waren, mussten sie sich die Zeit nehmen, dass er sich hinlegen konnte. Ich darf z.B. nicht einfach auf die Straße laufen und muss an der Gehwegkante anhalten. Da achte ich vor allem auch dann darauf, wenn meinem Chef die Zeit unter den Nägeln brennt. Auch beim Kommando „Platz“ ist es mir egal, ob ich zufällig über einer Pfütze stehe. Wenn es klappt, muss er mich zur Strafe nachher abtrocknen! Er hätte sich vorher Gedanken machen können. Denn ich mache in der Pfütze Platz!

Nicht hart und nicht streng bedeutet jedoch nicht, dass du uns Hunden alles durchgehen lassen sollst -ganz im Gegenteil:

Du bist der Chef!

Das ist bei uns im Rudel auch so. Außer unseren Hundeeltern und ab und zu Lars hat keiner sonst aus dem Rudel was zu melden. Das ist auch gut so. Als Boss solltest du mir immer sagen, wo es lang geht! Denn wir Hunde brauchen einen Rudelführer. Wir fühlen uns -mit wenigen Ausnahmen (z.B. Herdenschutzhunde)- ohne Anleitung und Richtungsvorgaben nicht wohl. Es ist ähnlich wie in der Kindererziehung: nicht umsonst ist die antiautoritäre Erziehung so kläglich gescheitert. Insbesondere im Zusammenhang mit Erziehung und Ausbildung möchten wir wissen, wann und wo wir schlafen, trinken, fressen, spielen oder wo wir hinlaufen dürfen. Wenn du das nicht willst, hättest du dir lieber eine Katze zulegen sollen.

II. Kommandos kurz und prägnant!
Wir Hunde nehmen von eurer Sprache nur die erste, vielleicht noch die ersten beiden Silben wahr. Wenn du mir nun sagst: „Beljak-mach-bitte-schön-Platz“, dann kommt bei mir „Beljak“; wenn du viel Glück hast vielleicht noch „Beljak-mach“ an. Bei: „Beljak-komm-bitte-zu-Frauchen“: ebenfalls nur „Beljak“. Und bei beiden „Beljak’s“ soll ich wissen, was ich machen soll?!
Vermeide bitte Bindewörter wie „und“: „Komm-hier-und-Sitz“. Die machen mir das Leben zur Hölle -was gilt da eigentlich? Oder noch schlimmer sind die Aneinanderreihung von widersprüchlichen Kommandos oder das Erzählen von Romanen nach dem Motto viel hilft viel: „Und-da-kommscht-du-jetzt-her-und-sofort-aber-Platz-Fiffi“. Das kommt mir aber sehr als spanisch vor. Das Kommando heißt entweder „Hier“ oder „Platz“. Damit kann ich, wenn es mir richtig vermittelt wurde, auch etwas anfangen. Mach es mir nicht schwerer, als es bereits ist. Bedenke immer, dass ich die Bedeutung eurer Sprache nicht verstehe. Für mich sind lediglich die Laute (das Tonvolumen) bedeutsam und ich verbinden sie mit ihrer Körpersprache oder mit etwas bereits „Einstudiertem“.
Sei so gut und machen eine kleine Pause zwischen „Beljak“ und dem anschließenden Kommando. Dadurch kann ich mich auf das neue Kommando konzentrieren. Der Ruf meines Hundenamens sollte wirklich nur die Aufgabe haben, dass ich auf dich aufmerksam werde und darauf warte, welches Kommando nun kommt.
Versuch’s mal mit Gemütlichkeit …. nein, nein! natürlich: … Versuch’s mal mit verschiedenen Stimmlagen nach mir zu rufen -hoch oder tief-. Wirscht’s sehen, hohe Tonlagen sind für mich immer interessanter! Und dann erzählen mir die Leute, dass die Hunde deshalb besser auf Männer hören, weil sie eine tiefe Stimme haben. Mein „Männchen“ hört sich manchmal wie ein Eunuch an –aber es wirkt und nicht nur bei mir!
Meine Freundin „Baghira“ hat Schlappohren und wenn die beim Ruf: „Baghira“ Stehohren bekommt, dann hat ihr Frauchen die richtige Tonlage erwischt. Die sollte sie sich unbedingt merken!
Wegen der Sprachschwierigkeiten mit euch Menschen bin ich für ein zusätzliches Sichtzeichen neben dem Kommando (Hörzeichen) als Hilfestellung sehr dankbar. Ich habe auch nichts dagegen, wenn ihr als für „Sitz“ den „deutschen Autofahrergruß“ verwendet. Später habt’s ihr dann auch die Möglichkeit, mich ausschließlich über Sichtzeichen zu steuern (ihr müsst deshalb aber nicht gleich zum Hundeflüsterer werden). Sichtzeichen werden von mir viel schneller erfasst und leichter verstanden und sie prägen sich besser ein. Das können wir bereits bei meinen Welpen beobachten. Wenn du ihnen etwas Futter hinhältst, setzen die sich immer gleich hin. Dann brauchst du nur noch kurz vorher das Lautzeichen „Sitz“ zu geben. Und schon haben wir etwas gelernt. Nur nicht vergessen, am Anfang gleich wieder vom Kommando „Sitz“ zu befreien (z.B. mit Kommando „Lauf“), sonst steht Klein Welpe von sich aus auf und du hast verloren. Weil er nämlich etwas entschieden hat und nicht du!
Später sind wir dann schon in der Lage, ganze Sätze durch die Körpersprache unserer Menschen zu interpretieren. Wie sonst könnten wir auf Kommandos in Englisch, Bajuwarisch oder Chinesisch reagieren? Bitte hilf mir. Verwende immer nur das gleiche Kommando. Und natürlich als Hilfestellung auch das Sichtzeichen nicht vergessen. Deswegen im Voraus für gleichlautende und prägnante Kommandos meinen herzlichsten Dank.
Vergiss dabei nicht, dass alle Familienmitglieder und alle die etwas mit mir zu tun haben, die gleichen Kommandos verwenden sollten!
Durch sehr häufiges Wiederholen sind wir Hunde in der Lage, aus umfangreichen Sätzen die richtigen Worte zu filtern. Wenn du immer sagst: „Geh ins Auto!“, wenn ich ins Auto springen soll, ist Auto für mich das Schlüsselwort. Falls du aber glaubst, dass ich bei dem Kommando: „Jetzt aber nicht ins Auto“ ich dennoch ins Auto springe, liegst du voll und ganz richtig. Jetzt weist du auch, warum man möglichst sich stark unterscheidende Worte als Kommando verwenden sollte.

IV. Ausführung sicherstellen!
Wenn ich gerade voll im Spiel mit anderen Artgenossen bin, hast du ganz schlechte Karten, wenn du mich zu dir rufen willst. Ich bin dann nämlich voll auf mein Spiel und meine Spielpartner konzentriert. Kannst du dir vorstellen, dass bei einem Fußball-Bundesligaspiel im Zweikampf jemand sich „abrufen“ lässt!? Also: nutze eine kleine Pause oder einen kleinen Blickkontakt mit dir. Wenn du meine Aufmerksamkeit nicht auf dich lenken kannst, dann darfst du rufen und schreien, soviel wie du willst. Ist doch klar: ohne Aufmerksamkeit kein Kommando -oder? Und Aufmerksamkeit erreichst du in normalen Situationen, indem du mich beim Namen rufst. Und dann muss, wie du weist, nach einer kurzen Pause auch das entsprechende Kommando „Hier“ kommen. Also zwar erst einmal „Beljak“ rufen, dann kleine Pause und dann das Kommando „Hier“, oder „Platz“ oder was weis ich.
Schlecht für dich, wenn ich überhaupt nicht auf dich achte und du mir dann trotz allem ein Kommando geben hast. Dann müsstest du auf der Ausführung bestehen. Wenn nicht, kassierst du erst einmal 20 Minuspunkte. Und eines weis ich g’wiss: bei 100 Minuspunkten fangen wir beide wieder von vorne an! Deshalb überleg immer vor einem Kommando oder dem Ruf nach mir: kannst du das Kommando überhaupt durchsetzen und hast du soviel Kontrolle über mich, dass ich folgen muss!? Wenn nein, halt halt’s Maul!! Lass mich weiter spielen oder …..
bei den Situationen, bei denen du mich unbedingt brauchst, gibt es vier Möglichkeiten für dich:

  •  Entweder du läufst zu mir, versuchst mich zu erwischen (hast mich vorher aber nicht gerufen!) und kannst mich festhalten.
  •  Oder du läufst weg, ich merke es und renne hinter dir her (geht nur bei sehr guten Halter-Hund-Bindungen).
  •  Ich bin früher mit dem Wort „Belohnung“ heiß gemacht worden. Das kann dann auch in solchen Situationen behilflich sein. Du kannst es ja mal mit Locken versuchen, in dem du rufst: „Beljak, Belohnung??“ Wenn ich dann auf „Belohnung“ nicht reagiere, hast du nichts verloren -ich nur die Belohnung.
  •  als Letztes hilft meinem Chef nur noch das „Indianergeheul“, um die Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken. Das schnell hinter einander gesprochene Ja-Ja-Ja (in Kopfstimme) -solltest du vorher in der Badewanne mal geübt haben!

V. Hilfsmittel Leine und Handling!
Zu Beginn unserer Ausbildung und Erziehung benötigst du ab und zu leider auch mal eine Leine. Diese sollte etwa zwei Meter lange sein. Mit ihr kannst du mich bei verschiedenen Übungseinheiten unterstützen, bei der wir um eine Leine nicht herum kommen (Sitz, Platz, Hier, Fuß). Ich hoffe, du nimmst die Leine nicht, um mich -wie bei den meisten Hundehaltern üblich- festzuhalten. Mir wäre es sehr recht, wenn du die Leine nur als Hilfsmittel einsetzt. Damit kann ich sehr gut leben.
Es ist auch nicht erforderlich, das Halsband so eng zu machen, dass ich den Kopf nicht herausziehen kann. Zwischen meinem Hals und dem Halsband darf ruhig eine Hand dazwischen passen. Ich kann dann gut durchatmen und schließlich soll ich ja eigentlich nicht merken, dass ich über die Leine in meiner Freiheit eingeschränkt bin.
Wie gehst du am besten mit der Leine um, damit wir beide etwas davon haben? Zieh nicht an dem Ding und zerr mich bitte nicht hinter dir her. Das Zauberwort heißt „Leinenruck“ oder vielleicht besser „Rückchen“!. Auf leichte, vielleicht auch mehrere Leinenrucke hintereinander, reagiere ich besonders gut. Und bitte mit alles G’fühl!
Grundsätzlich solltest du die Leine so führen, dass ich nicht auf Druck arbeiten kann. Also immer locker halten. Jedoch so „stramm“, dass du sofort reagieren kannst. Die Leine nicht 30 cm durchhängen lassen. Dann musst du beim Leinenruck den Arm um diese 30 cm noch zusätzlich zurück nehmen. Das kostet Zeit und die Reaktion kommt dann bei mir zu spät an! Die Leine solltest dt demnach so handhaben, dass du mich sofort über de Leinenruck erreichst.
Lass mich nie Druck auf die Leine bringen (wenn ich z.B. an der Leine ziehe). Kurz nachgeben und mit einem kleinem Ruck �ggfl. auch mehreren hintereinander- erreichst du wesentlich mehr. Beobachte einmal, wenn ich an der Leine ziehe und du sie nur festhältst. Sofort baue ich weiteren Gegendruck auf. Wenn hingegen mehrere kleine „Zupfer“ hintereinander kommen, hab ich gar keine Chance, Gegendruck aufzubauen und bleibe stehen. Denn bei dem Versuch, Gegendruck aufzubauen, ist dieser für mich bereits wieder verschwunden.
Am Anfang meiner Erziehung kommt es sicherlich häufiger vor, dass du mich mit der Leine halten musst. Dann stell dich am besten seitlich neben mich und dirigieren mich mit kleinem Ruck zu dich � nicht ziehen! Dass du die Leine richtig benutzt, siehst du daran, dass meine Vorderpfoten immer auf dem Boden bleiben.

VI. Übungseinheiten und Lob!
Lernen bedeutet Vermitteltes üben. Üben erfordert Konzentration. Aufnahmefähig sind wir aber nur, wenn wir noch ausreichende Konzentration hierzu haben. Je nach Rasse verfügen wir über eine mehr oder weniger große Aufnahmefähigkeit. Beobachte mich. Wann hört bei mir die Konzentration auf? Wann mache ich alles nur noch mit Widerwillen, stelle mich stur oder bin unaufmerksam. Stell dich darauf ein. Bei unseren „normalen“ Hunden solltest du nicht länger als zehn bis fünfzehn Minuten am Stück üben. Meist ist weniger mehr. Mache bitte ausreichend Pausen zwischen den Übungseinheiten und lass uns dann spielen, schmusen, rennen, Versteckspielen, Bällchen-werfen oder aber auch einfach ruhen.
Wichtig bei allen Übungen ist, dass du mich zum Schluss lobst. Wenn du also beim Sitz-Üben drei mal um mich herum gelaufen bist und ich zum Schluss noch sitze, dann darfst du mich loben und ich konnte dir beweisen, dass ich die Übung verstanden habe. Wenn du 20 mal um mich herum laufen wolltest, ich aber bei 19-ten Mal aufgestanden bin, hast du verloren und wir müssen wieder zurück aufs Startfeld. Also: lieber nur drei mal geschafft, als 20 mal gewollt!
Klopf mir, wenn ich etwas gut gemacht habe, anerkennend seitlich oder vorn auf den Brustkorb. Das macht mich dann richtig stolz. Und lob auch immer mit Worten „so ist ein braver Hund“ oder mit Belohnungshappen, wenn ich etwas besonders gut gemacht habe. Ich werde es mir merken.

VII. Timing und Reaktion 
Eines der wichtigsten Erziehungshilfen ist der richtige, zeitlich schnelle Reflex. Du musst sofort reagieren, wenn ich etwas mache, was du nicht willst.
Wenn ich das Brötchen vom Tisch geklaut habe und du es erst zwei oder fünf Minuten später feststellst, hilft kein Tadel. Ich kann das nicht zuordnen (wie du sicherlich weist -das Problem mit dem Verknüpfen). Du hast nur eine Chance, wenn du mich in flagranti erwischt. Wenn du zu spät tadelst und ich dein Verhalten nicht mit meinem Tun verbinden kann, werde ich dennoch mit einer Unterwerfungsgeste reagieren. Die mache ich jedoch nur, weil merke, dass du schlecht gelaunt und verunsichert bist. Lassen dich nicht täuschen! Ich hab nix verstanden.
Das gilt gleichfalls fürs Loben -gelobt werden muss sofort! Zehn Sekunden später die Bestätigung für ein richtiges Verhalten zu bekommen, wird bei mir keine Verknüpfung hervorrufen. Schnelle Reaktionen brauchst du, um mir das Verknüpfen zu erleichtern bzw. erst zu ermöglichen. Deshalb ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Timing, uns Hunde immer zu beobachten. Nur bei einer schnellen Reaktion sowie einer konsequenten Handhabung unterstützt du mich beim Lernerfolg. Und der Hinweis auf Falsch oder Richtig muss immer erfolgen!

VIII. Fehler und Tadel
Versuch und Irrtum sind die Quellen unseres Lernens. Das gilt für euch Menschen wie auch für uns Hunde! Du kannst meine Erziehung durch Loben und Korrekturhilfen jederzeit unterstützen. Wenn ich beim Üben dennoch weiterhin Fehler mache, dann hast du mir etwas Falsches vermittelt oder zu hohe Erwartungen an vermeintlich Gelerntes gestellt. Dann heißt es: zurück zur Startposition.
Wenn du dich dann auch noch darüber ärgerst, weil ich es immer noch nicht kapiert habe, kann das fatale Folgen haben. Du wirkst dann aggressiv, ärgerlich oder unsicher auf mich. Das muss auch mich verunsichern, denn obwohl ich ja aus meiner Sicht nichts verkehrt gemacht habe, muss ich deinen Ärger ertragen. Ich werde mir ganz sicher die Situation einprägen und in einer ähnlichen Konstellation oder an der gleichen Stelle (wir Hunde haben ein sehr ortsbezogenes und photografisches Gedächtnis) vorsichtshalber alles abblocken.
Also: wenn es nicht gleich klappt, mach mal Pause und üb lieber ein anderes mal und am besten an einen anderen Ort weiter.
Auch bei meiner Erziehung war Tadeln oder Zurechtweisen gefragt. Tadeln aber bitte mit G’fühl. Denk daran, im Nacken schütteln, das macht keine Hundemutter (wenn auch von vielen Haltern behauptet), Nase in Urin eintauchen auch nicht. Straf mich bitte nicht mit Ignoranz (nach dem Motto: Hascht überhaupt ’nen Hund?) oder schick mich auch nicht auf meinen Platz. Das sind nämlich die härtesten Strafen, die ich kenne. Leider nehme ich mir das dann auch sehr zu Herzen. Aber übertreib es bitte nicht. Liebesentzug und Ignoranz sind für mich als Sozialpartner wirklich die größten Bestrafungen, die ich kenne.

IX. Wir Hunde sind Telepathen!
Wie vieles nicht Beweisbares ist für euch Menschen nicht oder nur schwer begreifbar. Aber es gibt etliche Beispiele dafür, dass wir Hunde telepathische Fähigkeiten haben müssen (oder nennt es anders), dass wir also eure Gedanken lesen können. Und das hat weitreichendere Konsequenzen, als ihr glaubt!
Beispielsweise: mein Bruder „Clint“ mag (angeblich) keine anderen Hunde. Wie kam so etwas zustande? Frauchen und er beim abendlichen Spaziergang. In der Ferne kommt ihnen ein Hundehalter mit angeleintem Hund entgegen. „Oh Gott!!!!!“ denkt sein Frauchen aufgrund früherer Erfahrungen, ruft „Clint“ schnell zu sich und leint ihn an. Bei ihm kommt postwendend an: Achtung, Frauchen hat Angst! Folglich schaut „Clint“, was sich gegenüber der früheren Situation verändert hat: Ein Hund!! Da er Frauchens Angst wahrnimmt (könnte in dem Fall auch über Körpersprache erfolgt sein), möchte er sie verteidigen, wird entsprechend aggressiv und verbellt den „Angreifer“. Und so werden Hunde als Gefahrenquelle „konditioniert“.
Oder wie kommt es, dass du mich wegen eines Fehlverhaltens schimpfst und ich es dennoch mit Fleiß weiter so mache!? Nun, meine Handlung hatte dich anfangs innerlich zum Schmunzeln gebracht. Da ich dir gerne gefallen möchte und ich als Telepath gleich gemerkt habe, dass du es lustig findest, möchte ich natürlich weiterhin deine Aufmerksamkeit und deine Zuneigung. Warum also sollte ich mein Verhalten ändern?
Beobachte mich, wie ich auf deine Launen reagiere: bei Traurigkeit, bei Fröhlichkeit, bei Verärgerung oder Depressionen und so weiter und so fort …… sicher hast du schon davon gehört, dass Hunde (Therapiehunde) zum Beispiel Anfälle oder Unterzuckerungen anzeigen können. Deshalb könnten vielleicht auch wir uns, wenn du dich anstrengst, ohne direkte Anweisungen verstehen. Üb ruhig ein wenig und beachte meine Fähigkeiten bei deinem Verhalten.
Hierzu ein interessantes Buch von Rupert Shaldrake: Der siebte Sinn der Tiere


X. Liebe und Mittelpunkt!
Es ist sicherlich wichtig, das du mir zeigst, dass du mich gern hast. Zeig mir ruhig, dass ich mir deiner Zuneigung sicher sein kann. Freunde von mir stehen absolut im Mittelpunkt ihrer Familie und nutzen das weidlich aus. Für viele Hunde ist die ungeteilte Aufmerksamkeit die größte Belohnung. Hier ist aber Vorsicht geboten. Manche verstehen es, auch durch negative Verhaltensweisen sich in den Mittelpunkt zu stellen. Man muss schon sehr darauf achten, wenn er es „übertreibt“. Vor allem Welpen und junge Hunde haben häufig das Bedürfnis, als Mittelpunkt der Familie anerkannt zu werden. Das solltest du jedoch nie akzeptieren, denn dann hast du deine Autorität an uns Vierbeiner abgebeben.
Deshalb gilt grundsätzlich:
§ 1) Der Chef hat immer recht! und
§ 2) Falls nicht, tritt automatisch § 1 in Kraft.
In diesem Sinne wünsche ich dir eine glückliche Hand, viel Geduld, Zuversicht und vor allem natürlich Erfolg bei der partnerschaftlichen Ausbildung und Erziehung deines Lieblings.

 Dein Beljak

Überreicht von
Ihrer Hundeschule Haberland
Hundeschule für gewaltfreie und partnerschaftliche Ausbildung von Hunden aller Rassen

Christine Haberland + Bernd Meyer-Haberland

 

 

I. Konsequenz
Nicht laut, nicht hart, nicht streng – nur KONSEQUENT!

II. Kommandos kurz
Kommandos bitte kurz und prägnant!

III. Kommandos gleichlautend
Für gleiche Ausführungen gleiche Kommandos verwenden!

IV. Ausführung gesichert?
Kommandos nur dann, wenn die Ausführung gesichert ist!

V. Hilfsmittel mit Bedacht einsetzen
Leine und Halsband nur als Hilfsmittel zur Korrektur!

VI. Üben und Loben
In kleinen Einheiten üben und mit Lob abschließen!

VII. Timing 
Schnelle Reaktion ist wichtig!

VIII. Fehler 
Fehler machen nicht wir Hunde!

IX. Telepathen 
Vorsicht: Hunde sind Telepathen (Gedankenleser)!

X. Liebe und Mittelpunkt
Lasst uns Hunde ab und zu auch im Mittelpunkt stehen!

 

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