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Archiv der Kategorie Stubenreinheit

-Wussten Sie schon …

 Tier-Zentrum Dillingen informiert -Wussten Sie schon …

Wir bieten Ihnen hier eine Möglichkeit, zu unseren Informationen mit den Themen Hund und Katz Ihre Erfahrungen niederzuschreiben. Unsere Beiträge beziehen sich auf unsere Tätigkeitsschwerpunkte Erziehen, Ausbilden, Pflege und Ernähren von Hunden und Katzen.

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Wussten Sie schon …. - Stubenreinheit des Welpen

Die Aufzuchtbedingungen eines Welpen sind sehr häufig ausschlaggebend für die Stubenreinheit des Hundes. Hunde, die im Stall oder in Zwingeranlagen aufgezogen wurden, sind häufig schwieriger stubenrein zu bekommen, wie Welpen, bei deren Aufzucht schon Wert auf Sauberkeit gelegt wurde.

Die ersten zwei bis drei Wochen werden Welpen von der Hundemutter nicht nur ver- sondern auch “entsorgt”. In dieser Zeit achtet eine gute Hündin darauf, dass die Welpen immer gesäubert werden und der Züchter darauf, dass das Wurflager immer sauber ist. Mit dem Beginn der ersten Krabbelbewegungen der Welpen bieten wir unseren Zwergen ein “Papier- oder Zeitungsklo” außerhalb, angrendzend an die Wurfkiste, an. Faszinierender hierbei ist, dass die Welpen dann alle zum “Entleeren” dort hin krabbeln. Auch hier wird natürlich der Züchter gefordert, Sauberkeit an erste Stelle zu setzen. Später dann, wenn die Welpen ihre ersten Ausflüge unternehmen, werden dann auch die Bedürfnisse außerhalb des Hauses erledigt und nur für alle Fälle wird weiterhin ein “Zeitungsklo” angeboten.

Bei der Welpenübergabe erklären wir den neuen Welpenbesitzern, dass sie auf keinen Fall den Hunden ein Papierklo anbieten dürfen. Vor allem in den darauf folgenden Tagen ist es wichtig, dem Zwergerl klarzumachen, dass auch hier das Haus oder die Wohnung vor Verunreinigungen zu schützen ist. Damit kein “Unglück” passiert, müssen die Halter auf folgendes grundsätzlich beachten:

  1. nach dem Schlafen,
  2. nach jedem Spiel und
  3. nach dem Fressen

muss der Welpe sofort aufgenommen und in Freie getragen werden, um sich lösen zu können. Dann aber keine halbe Stunde warten, bis sich was getan hat, sondern höchstens drei Minuten. Wird sich gelöst, den Welpen loben (aber bitte nicht überschwenglich -schließlich ist es ja etwas ganz Normales).

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Passiert dennoch einmal ein Unglück im Haus oder in der Wohnung, dann sind zwei unterschiedliche Situationen zu beachten:

  1. Sie erwischen Welpi inflagranti: dann Zeitungsrolle schnappen und um das Unglück schlagen und ihm mit “Pfui, pfui” klarmachen, dass Sie das nicht wollen. Dann Welpen schnappen und raus ins Grüne. Da kommt mit Sicherheit nichts mehr, dennoch zwei bis drei Minuten warten und wieder nach innen gehen. In der Zwischenzeit sollte die Hinterlassenschaften beseitigt werden, ohne dass der Welpe es mitbekommt.
  2. Sie finden eine Lache oder ein Häufchen vor. Dann Welpen aus dem Raum bringen und das Unglück komentarlos beseitigen.

Grundsätzliche Hilfestellungen für die Stubenreinheit eines Welpen sind in zwei unterschiedliche Situationen zu unterteilen:

  • Nachts: hier hilft am besten ein sogenannter Nachbau einer Wurfkiste. Die Kiste sollte so bemessen sein, dass sich der Welpe gut darin bewegen kann (beispielsweise 8-wöchiger Goldi: ca. 60/60 cm Abmessungen bei etwas 50 cm Höhe ). Den Welpen bereits tagsüber für kurze Zeit an die “Kiste” gewöhnen und ihm mittels Zeitungsrolle (ca. 12 bis 14 Blätter einer Tageszeitung zu einer Trompete geformt) vermitteln, dass an den Rand der Kiste nicht gesprungen werden darf. Diese Box stellen die Halter dann neben ihr Bett. Sollte Welpi dann nachts wach werden, bitte nicht sofort den Zwerg aufnehmen, sondern erst einmal beruhigen. Erst wenn er sich dann wieder meldet, aufnehmen und raus mit ihm.
  • Tagsüber: das ist die schwierigere Zeit, da Sie nur die Möglichkeite haben, ihn gut zu beobachten und in folgenden Situationen sofoft in Freie zu bringen:
    • er läft zu einer Außentür,
    • er läuft suchend im Kreis,
    • er hatte gefressen, gespielt oder geschlafen,
    • er jammert und will raus.

Ein acht Wochen alter Welpe kann den Urin nachts schon etwa sechs bis acht Stunden halten. Es ist deshalb auch zu empfehlen, die Abendmahlzeit nicht zu mächtig ausfallen zu lassen. Wenn Sie feststellen, dass Sie nachts um vier oder fünf Uhr früh mit ihm raus müssen, sollten Sie überpfrüfen, ob er abends noch viel Wasser aufnimmt.

Welche Fehler können sich einschleichen?

  • Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der Welpe gesund ist. Blasenentzündungen, vor allem häufiger bei Hündinnen, führen u.a. dazu, dass Hunde unsauber sind. So kann es passieren, dass nach ein- oder zweistündigem Spaziergang, bei dem sich nicht gelöst wurde, der Hund kurz nachdem er im Haus ist, sich dort löst. Wenn Hündinnen (und Welpenrüden, die noch nicht markieren) bei einem halbstündigen Spaziergang mehr als vier bis fünf mal urinieren, dann sollten Sie die Blase untersuchen lassen.
  • Bedenken Sie, dass auch Welpen zu den Telepathen gehören und sie ein unbändiges Bedürfnis haben, im Mittelpunkt zu stehen. Wenn Sie zum Beispiel im Beisein des Welpen seine Hinterlassenschaften beseitigen, geben Sie ihm die Möglichkeit an die Hand, Ihre Aufmerksamkeit durch Unsauberkeit auf ihn zu lenken.
  • Regelmäßiges (z.B. stündliches) Gassigehen ist kontraproduktiv, da Sie so nicht seine Blase trainieren, sondern frustriert sind, wenn dann nichts kommt.
  • Auch Schimpfen oder Verärgerung helfen nicht weiter, da unser Welpe die Sachzusammenhänge nicht begreift.
  • Die frühere Methode, den Welpen in sein “Gschäft” mit der Nase zu tunken, hat sich als nicht brauchbar bewiesen, zumal es Hunde gibt, die u.a. den eigenen und den Kot fremder Hunde fressen.
  • Verpassen Sie es (z.B. aus Zeitmangel), dem Welpen in den beiden ersten Wochen zu vermitteln, dass Ihre Räume für seine Hinterlassenschaften tabu sind, dann müssen Sie damit rechnen, dass sich die Stubenreinheit noch über Monate hinausziehen kann.

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