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- 4.10.2009: -Wussten Sie schon …
- 4.10.2009: Wussten Sie schon .... - Stubenreinheit des Welpen
- 21.9.2009: Wussten Sie schon .... - Rudel- oder Mehrhundehaltung
- 2.9.2009: Wussten Sie schon ... Magendreher bei Hunden
- 31.8.2009: Wussten Sie schon ... wie man Hunde ansprechen sollte
- 31.8.2009: Wussten Sie schon ... Hunde sind Telpathen
- 12.8.2009: Wussten Sie schon ... Unterschiede zwischen Trocken- und Feuchtfutter
- 12.8.2009: Die 10 Gebote der sanften Hundeerziehung
- 12.8.2009: Tier-Zentrum Dillingen informiert -Kiga-Kinder in die Hundeschule
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Archiv der Kategorie Hundeschule
-Wussten Sie schon …
4.10.2009 von Bernd Meyer-Haberland.
Tier-Zentrum Dillingen informiert -Wussten Sie schon …
Wir bieten Ihnen hier eine Möglichkeit, zu unseren Informationen mit den Themen Hund und Katz Ihre Erfahrungen niederzuschreiben. Unsere Beiträge beziehen sich auf unsere Tätigkeitsschwerpunkte Erziehen, Ausbilden, Pflege und Ernähren von Hunden und Katzen.
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Wussten Sie schon …. - Stubenreinheit des Welpen
4.10.2009 von Bernd Meyer-Haberland.
Die Aufzuchtbedingungen eines Welpen sind sehr häufig ausschlaggebend für die Stubenreinheit des Hundes. Hunde, die im Stall oder in Zwingeranlagen aufgezogen wurden, sind häufig schwieriger stubenrein zu bekommen, wie Welpen, bei deren Aufzucht schon Wert auf Sauberkeit gelegt wurde.
Die ersten zwei bis drei Wochen werden Welpen von der Hundemutter nicht nur ver- sondern auch “entsorgt”. In dieser Zeit achtet eine gute Hündin darauf, dass die Welpen immer gesäubert werden und der Züchter darauf, dass das Wurflager immer sauber ist. Mit dem Beginn der ersten Krabbelbewegungen der Welpen bieten wir unseren Zwergen ein “Papier- oder Zeitungsklo” außerhalb, angrendzend an die Wurfkiste, an. Faszinierender hierbei ist, dass die Welpen dann alle zum “Entleeren” dort hin krabbeln. Auch hier wird natürlich der Züchter gefordert, Sauberkeit an erste Stelle zu setzen. Später dann, wenn die Welpen ihre ersten Ausflüge unternehmen, werden dann auch die Bedürfnisse außerhalb des Hauses erledigt und nur für alle Fälle wird weiterhin ein “Zeitungsklo” angeboten.
Bei der Welpenübergabe erklären wir den neuen Welpenbesitzern, dass sie auf keinen Fall den Hunden ein Papierklo anbieten dürfen. Vor allem in den darauf folgenden Tagen ist es wichtig, dem Zwergerl klarzumachen, dass auch hier das Haus oder die Wohnung vor Verunreinigungen zu schützen ist. Damit kein “Unglück” passiert, müssen die Halter auf folgendes grundsätzlich beachten:
- nach dem Schlafen,
- nach jedem Spiel und
- nach dem Fressen
muss der Welpe sofort aufgenommen und in Freie getragen werden, um sich lösen zu können. Dann aber keine halbe Stunde warten, bis sich was getan hat, sondern höchstens drei Minuten. Wird sich gelöst, den Welpen loben (aber bitte nicht überschwenglich -schließlich ist es ja etwas ganz Normales).

Passiert dennoch einmal ein Unglück im Haus oder in der Wohnung, dann sind zwei unterschiedliche Situationen zu beachten:
- Sie erwischen Welpi inflagranti: dann Zeitungsrolle schnappen und um das Unglück schlagen und ihm mit “Pfui, pfui” klarmachen, dass Sie das nicht wollen. Dann Welpen schnappen und raus ins Grüne. Da kommt mit Sicherheit nichts mehr, dennoch zwei bis drei Minuten warten und wieder nach innen gehen. In der Zwischenzeit sollte die Hinterlassenschaften beseitigt werden, ohne dass der Welpe es mitbekommt.
- Sie finden eine Lache oder ein Häufchen vor. Dann Welpen aus dem Raum bringen und das Unglück komentarlos beseitigen.
Grundsätzliche Hilfestellungen für die Stubenreinheit eines Welpen sind in zwei unterschiedliche Situationen zu unterteilen:
- Nachts: hier hilft am besten ein sogenannter Nachbau einer Wurfkiste. Die Kiste sollte so bemessen sein, dass sich der Welpe gut darin bewegen kann (beispielsweise 8-wöchiger Goldi: ca. 60/60 cm Abmessungen bei etwas 50 cm Höhe ). Den Welpen bereits tagsüber für kurze Zeit an die “Kiste” gewöhnen und ihm mittels Zeitungsrolle (ca. 12 bis 14 Blätter einer Tageszeitung zu einer Trompete geformt) vermitteln, dass an den Rand der Kiste nicht gesprungen werden darf. Diese Box stellen die Halter dann neben ihr Bett. Sollte Welpi dann nachts wach werden, bitte nicht sofort den Zwerg aufnehmen, sondern erst einmal beruhigen. Erst wenn er sich dann wieder meldet, aufnehmen und raus mit ihm.
- Tagsüber: das ist die schwierigere Zeit, da Sie nur die Möglichkeite haben, ihn gut zu beobachten und in folgenden Situationen sofoft in Freie zu bringen:
- er läft zu einer Außentür,
- er läuft suchend im Kreis,
- er hatte gefressen, gespielt oder geschlafen,
- er jammert und will raus.
Ein acht Wochen alter Welpe kann den Urin nachts schon etwa sechs bis acht Stunden halten. Es ist deshalb auch zu empfehlen, die Abendmahlzeit nicht zu mächtig ausfallen zu lassen. Wenn Sie feststellen, dass Sie nachts um vier oder fünf Uhr früh mit ihm raus müssen, sollten Sie überpfrüfen, ob er abends noch viel Wasser aufnimmt.
Welche Fehler können sich einschleichen?
- Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der Welpe gesund ist. Blasenentzündungen, vor allem häufiger bei Hündinnen, führen u.a. dazu, dass Hunde unsauber sind. So kann es passieren, dass nach ein- oder zweistündigem Spaziergang, bei dem sich nicht gelöst wurde, der Hund kurz nachdem er im Haus ist, sich dort löst. Wenn Hündinnen (und Welpenrüden, die noch nicht markieren) bei einem halbstündigen Spaziergang mehr als vier bis fünf mal urinieren, dann sollten Sie die Blase untersuchen lassen.
- Bedenken Sie, dass auch Welpen zu den Telepathen gehören und sie ein unbändiges Bedürfnis haben, im Mittelpunkt zu stehen. Wenn Sie zum Beispiel im Beisein des Welpen seine Hinterlassenschaften beseitigen, geben Sie ihm die Möglichkeit an die Hand, Ihre Aufmerksamkeit durch Unsauberkeit auf ihn zu lenken.
- Regelmäßiges (z.B. stündliches) Gassigehen ist kontraproduktiv, da Sie so nicht seine Blase trainieren, sondern frustriert sind, wenn dann nichts kommt.
- Auch Schimpfen oder Verärgerung helfen nicht weiter, da unser Welpe die Sachzusammenhänge nicht begreift.
- Die frühere Methode, den Welpen in sein “Gschäft” mit der Nase zu tunken, hat sich als nicht brauchbar bewiesen, zumal es Hunde gibt, die u.a. den eigenen und den Kot fremder Hunde fressen.
- Verpassen Sie es (z.B. aus Zeitmangel), dem Welpen in den beiden ersten Wochen zu vermitteln, dass Ihre Räume für seine Hinterlassenschaften tabu sind, dann müssen Sie damit rechnen, dass sich die Stubenreinheit noch über Monate hinausziehen kann.
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Wussten Sie schon …. - Rudel- oder Mehrhundehaltung
21.9.2009 von Bernd Meyer-Haberland.
Zwischen Einzel- und Mehrhundehaltung gibt es im Umgang mit den Hunden kontroverse Standpunkte. So war in einem Beitrag in der Fachzeitschrift “Der Hund” die häufig vertretene Aussage von Frau Neber, dass genau zu analysieren ist, wer der “Alphahund” ist und ihm dann entsprechende Privilegien einräumen.
Aufgrund unserer Erfahrungen kann dieses Verhalten aus mehereren Gründen zu erheblichen Problemen im Zusammenleben von Halter und Hunden führen. Hierzu eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die wir machen mussten, weil der Halter bzw. die Halterin den Hunden es ermöglichte, eine Hierarchie aufzubauen.
Zur Vorgeschichte. Die Familie hatte seinerzeit, als sie einen Weißen Schäferhundwelpen (nennen wir ihn Arras) von uns bekam, bereits einen damals vier und einen einjährigen Weißen sowie mehrere Katzen. Wir waren der Ansicht, dass wenn jemand bereit zwei Weiße hat, dass er dann auch mit dem dritten gut zurecht kommt. Nach etwa fünf Jahren wurde von den Haltern auf das Problem mit dem Nachbarn hingewiesen, der sich bereits schriftlich über das Bellen der beiden Hunde (der älteste war zwischenzeitlich verstorben) beschwerte. Obwohl vertraglich vereinbart war, dass der Rüde auszubilden ist, war weder der ältere noch unser ehemaliger Welpe auf Kommando zu steuern. Das Angebot, den Rüden auszubilden, wurde deshalb auch sofort angenommen.

Zu Beginn der Ausbildung fiel vor allem auf, dass der damals knapp fünfjährige Rüde sehr unsicher und sehr abgemagert war. Nach zwei Tagen jedoch konnte er ohne Schleppleine laufen und auch mit anderen Hunden vertretbar umgehen. Sein Apetitt war enorm (die dreifache Tagesdosis eines normal aktiven Hundes). Nach eineinhalb Wochen führte er die meisten Kommandos wie Sitz, Platz, Hier zuverlässig aus, war gut leinenführig und in der Begegnung mit anderen Hunden unproblematisch.
Um so größer war dann die Überraschung, als er mit seinem älteren Mithund zusammen kam. Er stürzte sich auf ihn in blinder Wut! und war nicht mehr zu kontrollieren. Selbst als wir ihn am Tag drauf wieder zu den Haltern fuhren, wütete er bereits zwei hundert Meter vor dem Grundstück im Auto. Wir konnten die beiden Hunde nicht mehr zusammenbringen und mussten für Arras einen anderen Platz suchen!
Was war Hintergrund? Warum hatte Arras sich so verhalten, so als ob er den Älteren hassen würde? Die anschließenden Gespäche mit den Haltern ergaben folgenden Sachverhalt:
- die Rüden “machten das Geschäft” unter sich aus,
- nach dem der Älteste gestorben war, übernahm der ein Jahr ältere die Herrschaft und ordnete einmal täglich Arras unter (niederkämpfen und an die Kehle gehen),
- der Ältere durfte zu erst fressen; Arras das was übrig blieb,
- die Hunde wurden selten, dann aber getrennt Gassi geführt, da sie zusammen nicht zu bändigen waren,
- der Halter selbst hielt sich im Allgemeinen aus allem heraus -es waren die Hunde der Halterin,
- der Halter griff gelegentlich korrigierend ein,
- keiner der Hunde erhielt eine Ausbildung,
- die Hunde wurden im wesentlichen auf dem großen Grundstück gehalten.
Fazit: Lassen Sie niemals die Hunde eine Hierarchie oder Rangordnung aufbauen. Es ist in erster Linie Ihr Geschäft. Geben Sie es nicht aus der Hand! Hunde, die versuchen, den oder die anderen zu reglementieren, zu mobben oder gar unterzuordnen, müssen “raus”. Beim kleinsten Anzeichen von Dominanz nehme ich den Hund aus dem Rudel und lasse ihn liegend zuschauen -zum Beispiel auch beim Fressen. Das gemeinsame Fressen ist eine der besten Möglichkeiten, den Hunden mitzuteilen, wer der Herr im Hause ist. Wir fangen damit schon bei den Welpen an und auch da darf keiner Lefzen hochziehen oder knurren. Nach dem Motto: wer mobbt, fliegt raus!
Deshalb lassen Sie es nicht so weit kommen. Unter normalen Bedingungen kann das noch gut gehen. Aber muss der “Alphahund” aus dem Rudel und kommt geschwächt wieder, kann Ihnen das passieren, was bei Arras und seinem älteren Mitbewohner schief gelaufen war.
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