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Archiv der Kategorie chemiefrei

-Wussten Sie schon …

 Tier-Zentrum Dillingen informiert -Wussten Sie schon …

Wir bieten Ihnen hier eine Möglichkeit, zu unseren Informationen mit den Themen Hund und Katz Ihre Erfahrungen niederzuschreiben. Unsere Beiträge beziehen sich auf unsere Tätigkeitsschwerpunkte Erziehen, Ausbilden, Pflege und Ernähren von Hunden und Katzen.

Treten Sie ein in einen Dialog mit Gleichgesinnten. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare (am Ende des Beitrages klicken Sie bitte auf “Kommentare”).

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Wussten Sie schon … Unterschiede zwischen Trocken- und Feuchtfutter

Über viele Jahrtausende wurden Hunde mit Essensresten versorgt. Seit den sechziger Jahren deckt industriell hergestellte Tiernahrung den größten Teil der Nahrungsversorgung unserer Vierbeiner ab. Derzeit wird der größte Teil der Hunde mit Trockenfutter versorgt, mit wachsendem Anteil. Welche Vor- oder Nachteile Trockenfutter hat, soll in einem Vergleich zwischen hochwertigem Trocken- und Feuchtfutter (Dose) am Beispiel eines 40-Kg-Hundes erfolgen.

Vorab hierzu ein kleiner Exkurs in Sachen Ernährung:

Ernährung des Hundes erfolgt durch

  • Rohproteine (Eiweiße)
    • verdauliche Eiweiße
    • nicht oder schwer verdauliche Eiweiße
  • Fette, Öle
  • Kohlenhydrate
  • Vitamine (natürliche und synthetisch hergestellte)
  • Mineralien
  • Spurenelemente

Rohproteine werden gewonnen aus

  • verdaulichem Eiweiß
    • Muskelfleisch (max. mit 23 % Proteinanteil)
    • Innereien
    • Blut
  • nicht oder schwer verdaulichem Eiweiß
    • Hufe, Hörner, Köpfe, Krallen
    • Fell, Haare, Federn
    • Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen
    • Tiermehl
    • Getreide, Getreidenebenprodukte

Vorteile von Trockenfutter

  • leichter Transport
  • gute Lagerungsmöglichkeiten
  • geringeres Volumen
  • billiger als Feuchtfutter (ca. 25 - 50%)
  • leichtere Entsorgung (keine Dosen)
  • gute Haltbarkeit bei entsprechender Konservierung
  • kann auch bei Wärme dem Hund allzeit zur Verfügung stehen
  • gute Sättigung (vor allem bei Quellfuttersorten)
  • kein „Wassereinkauf“

Futtermengen zur Ernährung eines 40-Kg-Hundes (sogen. Erhaltungsbedarf)
- Trockenfutter: 400 bis 550 g/Tag (entsprechend Herstellerangaben)
- Feuchtfutter 800 bis 1.600 g/Tag (entsprechend Herstellerangabe

Zusammensetzung des Futters (Durchschnittswerte):

  • Trockenfutter: 10 % Feuchtigkeit, 90 % Trockensubstanz (TS)
  • Feuchtfutter:    75 % Feuchtigkeit, 25% Trockensubstanz (TS)

Ermittlung der Zusammenseztung der Trockensubsanz (TS)

Die Fütterungsmenge setzt sich bei eimem etwa 40 kg schweren Hund wie folgt zusammen:

Trockenfutter mit ca. 400  g/Tag:

  • 90 % von 400 g = 360 g TS/d
    • davon Proteine: 80 - 90 g (bei  Rohprotein  ca. 24-28 %),
  • Fett: 40 g (bei ca. 10 %)
  •  Schwerverdauliches: ca. 230 g (360 g- 90 g- 40 g = 230 g)

Feuchtfutter mit ca. 800  g/Tag:

  • 25 % von 800 g =  200 g TS/d,
    • davon verdaul. Proteine: 80 - 90 g (bei Rohprotein 10 -12 %),
  • Fett: 50 g (bei ca. 6 %)
  • Schwerverdauliches: ca. 60 g  (200 g- 90 g- 50 g = 60 g)

Oder folgende vergleichende Betrachtung bei einem 40 kg-Hund:

Trockenfutter 400 g/Tag bei 10 % Feuchtigkeit. Seblstgekochtes, Feuchtnahrung hat ca. 70 bis 80 % Feuchtigkeit. Das bedeutet bei 400 g TF etwa 2,8 l Wasser plus 400 g TF gleich 3,2 kg. Das bedeutet, dass eigentlich ein 40 kg-Hund am Tag eine Ration von ca. 3,2 kg fressen muss. Vorstellbar? Zum Vergbleich: ein 80 kg-Mensch nimmt je nach Aktivität und körperlicher Belastung zwischen 650 g bis 1.200 g Nahrung auf.

Feuchtfutter passiert den Mgen-/Darmtrakt in etwa sieben bis acht Stunden, Trockenfutter  hingegen benötigt nach unseren Erfahrungen ein bis eineinhalb Tage (bestätigt durch Kunden). Der hundliche Organismus muss sich demnach für die Verwertung der Nahrung deutlich länger auseinandersetzen. Spricht das für Trockenfutter?

Unser Tipp/unsere Bitte: Beobachten Sie  einmal Ihre tägliche Nahrungsaufnahme und teilen uns das bitte mit. Hierfür im Voraus unseren Dank.

Unser Fazit:
Trockenfutter ist deutlich billiger. Was in dem Futter verarbeitet wird, ist jedoch schwerer nachzuvollziehen. Der Anteil an hoch verdaulichen Proteinen muss bei vergleichbarer Nahrung geringer als beim Feuchtfutter sein (sonst würde der Hund ja überfüttert werden). Der Organismus des Hundes muss daher deutlich mehr Stoffe (60 g : 230 g oder 3,2 kg/Tag) verarbeiten, die für ihn nicht oder nicht gut verdaulich sind und damit den Stoffwechsel des Hundes belasten! Hiervon sind vor allem Leber und Nieren betroffen.

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Wussten Sie schon ….. Hausmittel bei Durchfallerkrankungen beim Hund

Durchfälle, vor allem beim Hund, kommen auch in unserer Zucht Weißer Schäferhunde und Eurasier recht häufig vor. Vor allem beobachten wir, dass sich nach dem Ausfahren von Gülle oder dem Spritzen mit Pestiziden auf den angrenzenden Feldern bei unseren Hunden Durchfall einstellt…… mehr Infos hier

Auch  Hundehalter haben uns berichtet, dass ihre Vierbeiner, wenn sie häufiger in Gewässer baden, danach Durchfall bekommen. Und dies selbst in “sauberen” Seen oder Bächen. Und letztendlich kann die “Delikatesse Katzenkot”  durch Giardien starken Durchfall hervorrufen. Bei letzterem ist unbedingt die sofortige Hilfe eines Tierarztes geboten (Kotuntersuchung und ggf. Wurmkur).

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Als erste Reaktion bei “normalem” Durchfall geben wir unseren Hunden zum Feuchtfutter Karotten (Babygläschen), Äpfel, Heidel- und/oder Preiselbeeren, die Oligogalakturonsäuren beinhalten. Feuchtfutter (Dosenfutter oder Frischfleischzubereitungen ohne Getreidezusätze) werden auch von unseren Hunden wesentlich besser als Trockenfutter vertragen. Dies ist auch einleuchtend: bekannt ist, dass Feuchtfutter etwa sieben Stunden benötigt, um den Magen-Darm-Trakt zu passieren. Wir haben beobachtet und auch von unseren Kunden bestätigt bekommen, dass beim Wechsel von Trockenfutter hingegen die neue Makre erst nach ein bis zwei Tagen erkennbar war. Und wir meiden sogar Reis, sofern eine Unverträglichkeit bekannt ist.

Grundsätzlich wäre für die Zubereitung dieser Nahrung am besten BARFEN geeignet. Die Rahmenbedingungen bei uns sind zum Barfen jedoch ungünstig. Wir haben uns dazu entschieden, auf hochwertiges Feuchtfutter der Firma Ryzoom oder auf Fleischdosen der Firma Boos und Lunderland zurückzugreifen.  Lunderland bietet neben den reinen Fleischdosen auch Flocken von Gemüse, Rüben, Kartoffeln oder auch Getreide -auch nach einzelnen Sorten getrennt- an. Alle Produkte sind frei von chemischen Zusätzen, Konservierungsstoffen, Antioxidantien oder Lock- und Geschmacksstoffe.

Zusätzlich bieten wir unseren Hunden -je nach Schweregrad des Durchfalls- rohes Rinderhack (vom guten Metzger) sowie Magermilchjoghurt an.

Grunsätzlich sollte immer darauf geachtet werden, dass der Durchfall nicht länger als zwei Tage besteht. Spätestens dann ist der Gang zu einem guten Tierarzt anzuraten.

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