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Archive für September 2009
Wussten Sie schon …. - Rudel- oder Mehrhundehaltung
21.9.2009 von Bernd Meyer-Haberland.
Zwischen Einzel- und Mehrhundehaltung gibt es im Umgang mit den Hunden kontroverse Standpunkte. So war in einem Beitrag in der Fachzeitschrift “Der Hund” die häufig vertretene Aussage von Frau Neber, dass genau zu analysieren ist, wer der “Alphahund” ist und ihm dann entsprechende Privilegien einräumen.
Aufgrund unserer Erfahrungen kann dieses Verhalten aus mehereren Gründen zu erheblichen Problemen im Zusammenleben von Halter und Hunden führen. Hierzu eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die wir machen mussten, weil der Halter bzw. die Halterin den Hunden es ermöglichte, eine Hierarchie aufzubauen.
Zur Vorgeschichte. Die Familie hatte seinerzeit, als sie einen Weißen Schäferhundwelpen (nennen wir ihn Arras) von uns bekam, bereits einen damals vier und einen einjährigen Weißen sowie mehrere Katzen. Wir waren der Ansicht, dass wenn jemand bereit zwei Weiße hat, dass er dann auch mit dem dritten gut zurecht kommt. Nach etwa fünf Jahren wurde von den Haltern auf das Problem mit dem Nachbarn hingewiesen, der sich bereits schriftlich über das Bellen der beiden Hunde (der älteste war zwischenzeitlich verstorben) beschwerte. Obwohl vertraglich vereinbart war, dass der Rüde auszubilden ist, war weder der ältere noch unser ehemaliger Welpe auf Kommando zu steuern. Das Angebot, den Rüden auszubilden, wurde deshalb auch sofort angenommen.

Zu Beginn der Ausbildung fiel vor allem auf, dass der damals knapp fünfjährige Rüde sehr unsicher und sehr abgemagert war. Nach zwei Tagen jedoch konnte er ohne Schleppleine laufen und auch mit anderen Hunden vertretbar umgehen. Sein Apetitt war enorm (die dreifache Tagesdosis eines normal aktiven Hundes). Nach eineinhalb Wochen führte er die meisten Kommandos wie Sitz, Platz, Hier zuverlässig aus, war gut leinenführig und in der Begegnung mit anderen Hunden unproblematisch.
Um so größer war dann die Überraschung, als er mit seinem älteren Mithund zusammen kam. Er stürzte sich auf ihn in blinder Wut! und war nicht mehr zu kontrollieren. Selbst als wir ihn am Tag drauf wieder zu den Haltern fuhren, wütete er bereits zwei hundert Meter vor dem Grundstück im Auto. Wir konnten die beiden Hunde nicht mehr zusammenbringen und mussten für Arras einen anderen Platz suchen!
Was war Hintergrund? Warum hatte Arras sich so verhalten, so als ob er den Älteren hassen würde? Die anschließenden Gespäche mit den Haltern ergaben folgenden Sachverhalt:
- die Rüden “machten das Geschäft” unter sich aus,
- nach dem der Älteste gestorben war, übernahm der ein Jahr ältere die Herrschaft und ordnete einmal täglich Arras unter (niederkämpfen und an die Kehle gehen),
- der Ältere durfte zu erst fressen; Arras das was übrig blieb,
- die Hunde wurden selten, dann aber getrennt Gassi geführt, da sie zusammen nicht zu bändigen waren,
- der Halter selbst hielt sich im Allgemeinen aus allem heraus -es waren die Hunde der Halterin,
- der Halter griff gelegentlich korrigierend ein,
- keiner der Hunde erhielt eine Ausbildung,
- die Hunde wurden im wesentlichen auf dem großen Grundstück gehalten.
Fazit: Lassen Sie niemals die Hunde eine Hierarchie oder Rangordnung aufbauen. Es ist in erster Linie Ihr Geschäft. Geben Sie es nicht aus der Hand! Hunde, die versuchen, den oder die anderen zu reglementieren, zu mobben oder gar unterzuordnen, müssen “raus”. Beim kleinsten Anzeichen von Dominanz nehme ich den Hund aus dem Rudel und lasse ihn liegend zuschauen -zum Beispiel auch beim Fressen. Das gemeinsame Fressen ist eine der besten Möglichkeiten, den Hunden mitzuteilen, wer der Herr im Hause ist. Wir fangen damit schon bei den Welpen an und auch da darf keiner Lefzen hochziehen oder knurren. Nach dem Motto: wer mobbt, fliegt raus!
Deshalb lassen Sie es nicht so weit kommen. Unter normalen Bedingungen kann das noch gut gehen. Aber muss der “Alphahund” aus dem Rudel und kommt geschwächt wieder, kann Ihnen das passieren, was bei Arras und seinem älteren Mitbewohner schief gelaufen war.
Wenn Sie Ihren Hundes oder Ihre Katze gesund ernähren möchten und an einem Zusatzeinkommen interessiert sind, schauen Sie mal hier.
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Wussten Sie schon … Magendreher bei Hunden
2.9.2009 von Bernd Meyer-Haberland.
Magendreher (Torsio ventriculi) oder auch das MDV-Syndrom des Hundes genannt, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung mit hoher Sterblichkeitsrate. Vorwiegend sind großwüchsige Hunderassen wie z.B. Schäferhunde, Doggen, Molosser, Dobermänner und Bernhardiner betroffen.
Das größte Risiko eines Magendrehers haben zusammengefasst Hunde, die
- groß sind,
- einen tiefen Brustkorb haben,
- mit Trockenfutter gefüttert werden (das aufquillt),
- nur eine Portion am Tag erhalten,
- hochgefüttert werden (mit diesem wunderbaren Gestell); Risikoerhöhung um 300 %,
- mit Trockenfutter mit Vitamin C-Zusatz gefüttert werden,
- schon älter sind.
- und die meisten Magendreher passieren in der Nacht.
Hier eine kleine Linksammlung zum Thema:
http://www.hundezeitung.de/top/top-46.html
http://www.hundezeitung.de/top2/top-85.html
http://www.vet.purdue.edu/epi/bloat.htm
http://www.partner-hund.de/index.php?id=1784&rightsid=NTE0fDUxNA====
http://www.welpen.de/service/beitraege/widmann9.htm
Folgende Ausarbeitungen stehen als pdf-Datei zur Verfügung:
Dr. Marie-Louise Nagel (Chirurgische Veterinärklinik der Universität Giessen) ;
Petra HELLWEG und Jürgen ZENTEK: Aus dem Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin, Fachbereich Veterinärmedizin -Risikofaktoren im Zusammenhang mit der Magendrehung des Hundes
Grundsätzlich ist aus unserer Sicht Barfen (Biologisch Artgerechtes RohesFutter), Bekochen oder Feuchtfutter das Beste für gefährdete Hunde, um das Risiko für Magendreher zu verringern. Füttern Sie dennoch Trockenfutter, vermeiden Sie vor allem Futter mit Zusatzstoff Vitamin C und das beim Einweichen aufquillt.
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