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Wussten Sie schon … wie man Hunde ansprechen sollte

Dieser Eintrag stammt von Bernd Meyer-Haberland Am 31.8.2009 @ 02:49 In Dominanz, Hunde, Telepathie, Angst, Aggressionen, Welpen, Junghund, Raufer, Erziehen | 1 Kommentar

Im Zusammenleben mit unseren Hunden müssen wir uns mit ihnen verständigen können. Leider sind wir Menschen nicht in der Lage, die “Sparache” der Hunde richtig zu interpretieren. Deshalb versuchen wir, unseren Liebling unsere Sprache zu vermitteln. Die Kommunikation mit unseren Vierbeinern erfolgt dann meist auf zwei Wegen: der -überlicherweise- akustischen (dem gesprochenen Wort) und der visuellen (körpersprachlichen) Information. Für Hunde sind körpersprachliche Signale leichter zu verstehen und besser aufzunehmen. Dennoch werden die meisten Kommandos dem Hund sprachlich übermittelt. Bei den Beratungen von Klienten fällt uns immer wieder auf, dass die meisten Halter ihre Hunde viel zu laut ansprechen und sich über ihre körpersprachlichen Signale nicht im Klaren sind.

Unsere Worte und Begriffe haben für unseren Vierbeiner keinerlei Inhalt oder Sinn. Was Sie ihm sagen, ist ihm eigentlich unverständlich. Versuchen Sie einmal ihren Vierbeiner, wenn er Sitz einigermaßen beherrscht, mit den sonst üblichen Bewegungen und Gesten aber einem Phantasiewort zum Sitzen zu bringen; es wird klappen! Viel wichtiger für unsere Fellnasen sind die Tonlage (hoch/tief) und -färbung (neutral bis Druck) unserer Stimme. Beachten Sie bitte, welche Glanzleistungen unsere Hunde vollbringen, wenn sie ausschließlich über unsere aktustische Signale (unser Geschwafel ) die gewünschten Aktion (Sitz, Platz, Hier …) ausführen!

[1] spaziergang-am-200303-hunde-lars-und-chris-052-5.jpg

Warum ist es eigentlich besser, seinen Vierbeiner mit leiser, gesenkter Stimme anzusprechen?Hunde hören vier- bis achtmal besser als wir Menschen! Und sie hören hohe Töne (Frequenzen) auch viel besser als wir!Grundsätzlich benötigen wir erst einmal die Aufmerksamkeit unseres Hundes. Das erreichen wir am besten, in dem wir ihn mit einer hohen Stimme anspreche. Erst wenn wir seine Aufmerksamkeit haben, sollten wir Fifi auffordern, etwas zu tun. Es empfielt sich hierbei, die Stimme so neutral als möglich zu halten; also keinen Druck bereits durch das Kommando hervorrufen. Oder würden Sie gerne etwas arbeiten, wenn Ihr Chef sie schon bei der Anweisung bedroht?

Eine leise Stimme hat auch den Vorteil, dass sie schon fast neutral rüberkommt. Außerdem muss Hundi mehr auf Sie achten, denn Sie könnten ja etwas von ihm wollen. Und das Wichtigste ist, dass Sie, wenn Sie sich normalerweise leise mit Hundi unterhalten, immer noch eine kleine Reserve haben, falls mal etwas anbrennen sollte. Bedenken Sie auch, dass bei einem sehr laut gesprochenen Kommando der Hund Ihre Unsicherheit dirket erfasst. Deshalb, lautes Anbrüllen bedeutet: mein Hund hat kein Interesse an mir. Folglich habe ich etwas falsch gemacht.

In diesem Sinne: versuch’s mal mit …………… leise sprechen!

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