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1. Gebot Konsequenz

Dieser Eintrag stammt von Bernd Meyer-Haberland Am 14.9.2009 @ 16:16 In Uncategorized | Keine Kommentare

I. Nicht laut, nicht hart, nicht streng – nur konsequent!
Wir Hunde hören vier mal besser als ihr Menschen! Es gibt also keinen Grund, Kommandos laut zu schreien oder gar uns anzubrüllen, wie ich das schon so oft auf Hundeübungsplätzen mitbekommen habe. Meine Menschen reden mit mir leise, haben deshalb für Notfälle immer noch etwas „Stimme“ in petto. Außerdem muss ich mich mehr um sie kümmern, damit ich die Kommandos mitbekomme. Wie reden Sie mit Ihrem Liebling �oder darf ich Du sagen?
Wir Hunde reagieren sehr feinfühlig auf Stimme. Mit der Stimme drückst du auch immer gleich etwas über deine Stimmung oder Laune aus. Je lauter du bist, desto mehr vibriert deine Stimme. Desto mehr verunsicherst du mich! Sprich also bitte leise, gib die Kommandos so, als ob du dich mit deinem besten Menschenfreund unterhältst.
Meine Menschen haben mir erzählt, dass man bei der Hundeerziehung weder hart noch streng sein muss -nur

KONSEQUENT !

Konsequenz wird wohl sehr oft mit Härte oder Strenge verwechselt. Konsequenz bedeutet jedoch Dauerhaftigkeit, Beharrlichkeit, Entschlossenheit, Stetigkeit und vor allem Festhalten an Regeln. Deinen Kindern kannst du erklären, dass heute mal eine Ausnahme gemacht wird, mir leider nicht!
Mein Bruder „Banjuk“ muss sich zum Beispiel vor dem Fressen immer hinlegen, da er sehr stürmisch war. Auch wenn seine Hundeeltern in Eile waren, mussten sie sich die Zeit nehmen, dass er sich hinlegen konnte. Ich darf z.B. nicht einfach auf die Straße laufen und muss an der Gehwegkante anhalten. Da achte ich vor allem auch dann darauf, wenn meinem Chef die Zeit unter den Nägeln brennt. Auch beim Kommando „Platz“ ist es mir egal, ob ich zufällig über einer Pfütze stehe. Wenn es klappt, muss er mich zur Strafe nachher abtrocknen! Er hätte sich vorher Gedanken machen können. Denn ich mache in der Pfütze Platz!

Nicht hart und nicht streng bedeutet jedoch nicht, dass du uns Hunden alles durchgehen lassen sollst -ganz im Gegenteil:

Du bist der Chef!

Das ist bei uns im Rudel auch so. Außer unseren Hundeeltern und ab und zu Lars hat keiner sonst aus dem Rudel was zu melden. Das ist auch gut so. Als Boss solltest du mir immer sagen, wo es lang geht! Denn wir Hunde brauchen einen Rudelführer. Wir fühlen uns -mit wenigen Ausnahmen (z.B. Herdenschutzhunde)- ohne Anleitung und Richtungsvorgaben nicht wohl. Es ist ähnlich wie in der Kindererziehung: nicht umsonst ist die antiautoritäre Erziehung so kläglich gescheitert. Insbesondere im Zusammenhang mit Erziehung und Ausbildung möchten wir wissen, wann und wo wir schlafen, trinken, fressen, spielen oder wo wir hinlaufen dürfen. Wenn du das nicht willst, hättest du dir lieber eine Katze zulegen sollen.


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